Die Zeiten werden rauer? In meiner taz-Kolumne „Zwischen Menschen“ berichte ich über Wärmepunkte – Glück, das im Alltag stattfindet – oder fehlt, weil sich keiner rührt. Szenen, die ich beobachte, in denen ich drinstecke – die mich erschüttern und berühren. Anschließend veröffentliche ich sie hier in ganzer Länge – und nehme mir in diesem Blog auch Platz für Fragmente, Bilder, Poesie.

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„Der Effekt der passiven Zustimmung“ – taz

erschienen in der Kolumne „Zwischen Menschen“, taz. die Tageszeitung, 25.5.2018 Der Himmel über dem Bahnhof ist milchig, trüb. Möwen fliegen. Erste Bettler richten sich auf dem Vorplatz ein. So früh ist es noch still. Der Bahnhof erscheint ohne Menschen wie ein Ort, dessen Wesen man in Ruhe kennenlernen kann. Der Zug fährt ein, in Weiß und […]

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„Das Sicherheitsseminar“ – taz

erschienen in die taz. die tageszeitung, 11.5.2018 Rennen im Regen. Um mich Donner und Blitze. Ich komme vom Joggen und rette mich in eine Tankstelle, stehe klitschnass im Neonlicht. Das Wasser läuft mir aus den Haaren. Hier drinnen ist es still. Vor mir steht nur ein Tankwart, der mich ausdruckslos ansieht. Ich spüre, wie er […]

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„Verloren zwischen Sprachen“ – taz

erschienen in der Kolumne „Zwischen Menschen“, taz. die tageszeitung, 27.4.2018 Neben mir schreit ein Kind. Ich stehe im Mercado Altona und ärgere mich, dass ein Geschäft nicht mehr existiert, für das ich extra angefahren bin. Kurz beneide ich das Kind, das seinen Frust einfach so in die Welt hinausschreien kann. Dann merke ich, dass das […]

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„Wie man es sich schwer macht“ – taz

erschienen in der Kolumne „Zwischen Menschen“, taz.die Tageszeitung, 13.4.2018 Straßenecke, Feierabend. Eine ältere Dame stößt zwei Rollkoffer am Bürgersteig entlang. Der eine ist geblümt, der andere ein riesiger, silberner Kasten. Darauf hat sie noch einen Koffer gewuchtet und eine kantige Handtasche. Ich halte abrupt mit dem Rad. Sie sieht aus wie ein Notfall, wie jemand, […]

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„Schlaf jetzt“ – taz

erschienen in taz.die tageszeitung, 27.2.2018 Text: Christa Pfafferott Geschafft! Außer Atem fahre ich aus Glückstadt fort. Nur einmal die Stunde fährt die Nordbahn von hier nach Hamburg. Ich bin froh, dass ich sie gerade noch erwischt habe, draußen ist es kalt. Ich stelle mein Rad ab, die Bahn ist seltsam leer. Nur weit hinten spricht […]

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„Was vom Leben übrig bleibt“ – taz

erschienen in taz.die tageszeitung, 10.2.2018 Text: Christa Pfafferott Ein Mann ist im Feuer gestorben. Jetzt liegt sein Leben auf der Straße. Er mochte anscheinend Bücher, er liebte wahrscheinlich Musik. Er las über Beethoven, Bob Dylan, „Entartete Musik“.  Ihn beschäftigte das Solar-System und „richtiges Telefonieren“. Alle können das jetzt sehen. Altona, Bernstorffstraße. Dunkelheit. Vor einem Klinkerhaus […]

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